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Plastikverbot in der EU: Ein sinnvoller Anfang

Endlich ist es soweit: Seit heute sind einige Plastik-Einweg-Produkte EU-weit verboten. Darunter fallen folgende Produkte:

  • Plastikbesteck und -teller, Trinkhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen und Luftballonstäbe
  • Einweggeschirr aus Pappe, wenn es Kunststoff enthält oder mit Kunststoff überzogen ist
  • To-Go-Behälter und To-Go-Getränkebecher aus Styropor

Studien des Europäischen Parlaments zeigen, dass eben diese Produkte zusammen mit Getränkeflaschen und Zigarettenstummeln fast die Hälfte der Meeresabfälle ausmachen. Und damit die größte einzelne Abfallgruppe an Einwegkunststoff-artikeln an Küsten und Stränden sind. Gut also, dass das Verbot der Herstellung dieser Produkte nun endlich da ist.

Reicht das Verbot weit genug?

Die Vermüllung der Meere - unumstritten eine der größten menschengemachten Umwelt-Katastrophen - geht aber noch auf viel mehr Weggeworfenes zurück. Vieles davon findet sich jedoch nicht in der EU-Verbotsliste. Grund: Für diese Artikel gebe es noch keine angemessenen Alternativen aus anderen Materialien. Mich macht stutzig, dass in dieser Liste Damenbinden, Tampons und Feuchttücher zu finden sind. Ich bin verwirrt. Keine Alternativen für Monatshygiene und Feuchttücher? Da fallen mir gleich einige ein:

  • Stoffbinden
  • Menstruationstassen
  • Menstruationsschwämmchen
  • Waschlappen + Wasser + etwas Jojoba- oder Mandelöl

 

Diese Alternativen sind nicht nur nachhaltig und damit besser für die Umwelt, sondern auch besser für die eigene Gesundheit. Die Sorgen, rohölbasiertem Kunststoff oder Konservierungsstoffen bei der Benutzung ausgesetzt zu sein, muss man sich hier sicher nicht machen. 

Wer dennoch auf diese Wegwerfartikel nicht verzichten möchte, wird zukünftig durch ein neues Label auf dem Produkt daran erinnert, welchen Umweltschaden es verursacht und wie es zu entsorgen ist.

Veränderung der Mentalität

Doch reicht das Verbot der Produkte wirklich aus? Zumindest ist es ein echter Anfang. Eine Chance, die Menschen zum Umdenken und zu einem bewussteren, zurückhaltenderen Konsum zu bewegen. Denn um auf lange Sicht das (Plastik-) Müllaufkommen deutlich zu verringern, hilft wohl nur eins: Der schlichte Verzicht auf Einwegprodukte und das mehrfache Verwenden von Produkten.

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