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Plastik & Klima - ein teuflisches Bündnis

Früher dachte ich immer, dass die Themen Plastik, Erderwärmung, CO2 und Treibhausgas Bereiche des Umweltschutzes sind, die nichts miteinander zu tun haben. Spare Plastik, aber für den Klimawandel hast du dafür nichts getan? Weit gefehlt! Denn Plastik heizt kräftig unser Klima an.

 

Schon bei der Rohstoffgewinnung schadet Plastik der Umwelt

Kunststoffe werden nämlich aus Erdöl und Erdgas gewonnen. Die immer weiter wachsende Nachfrage nach Plastik (allein in den letzten 20 Jahren hat sich der Bedarf verdoppelt!) bedarf zusätzlicher Infrastrukturen. Denn die Rohstoffe müssen gefördert, transportiert und raffiniert werden. Dafür werden Land und Pipelines benötigt. Und dafür wiederum werden z.B. Wälder gerodet. Weniger Bäume, weniger CO2-Bindung.

 

Wenn die Pipelines dann mal da sind, ist das Problem jedoch nicht beendet. Denn aus Förder- und Transport-Gasleitungen tritt Methan aus. Methan ist ein Treibhausgas, eines der klimaschädlichsten Gase und maßgeblich für die Erderwärmung mitverantwortlich.

 

Energieintensive Produktionsverfahren

Um schließlich Plastik herzustellen, müssen energie- und ressourcenintensive Produktionsverfahren angewandt werden. So setzt die bloße Produktion der Plastik-Produkte weitere Emissionen frei und verbraucht wichtige Ressourcen wie Strom und Wasser. 

 

Und bei der Entsorgung schlägt der Plastikwahn weiter zu

Nachdem das Plastik-Produkt dann im besten Fall ein paar Mal benutzt wurde, wird es entsorgt (durch Verbrennung oder Verrottung). Auch dabei heizt Plastik dem Klima ordentlich ein. Denn die Entsorgung von Plastik generiert weitere Emissionen. Die Verbrennung von Kunststoff setzt neben enorm hohen Mengen an Treibhausgasen zusätzlich hochgiftige toxische Stoffe wie Dioxine und Furane frei. Die schließlich verbleibende Schlacke ist giftig und zersetzt sich nicht. Sie wird unterirdisch endgelagert. Und dann ...?

 

Wenn Plastik nicht in Verbrennungsanlagen landet, dann endet es auf Mülldeponien oder direkt in der Natur. Dort fängt es an zu verrotten. Die Verrottung von Plastik setzt ebenfalls giftige Treibhausgase frei. Zusätzlich hinterlässt der teils jahrzehnte bis jahrhunderte andauernde Zersetzungsprozess Mikroplastik-Teilchen, die über Luft, Wasser und Erde in die Umwelt gelangen. Dort zerstört es empfindliche biologische Prozesse mit enormen Auswirkungen auf unser Ökosystem. 

 

Der gesamte Lebenszyklus von Plastik verursacht also die Freisetzung von Kohlendioxid, Methan und anderer Treibhausgase. Und dennoch wird es immernoch aufgrund seines geringen Gewichts gegenüber anderen Materialien als umweltschonendere Alternative deklariert. Erfolgreiche Lobbyarbeit der Plastik-Industrie?

 

Ein Ende scheint leider immer noch nicht in Sicht. Denn die Internationale Energieagentur IEA schätzt, dass bis 2050 die petrochemische Industrie die Hälfte des Wachstums der globalen Ölnachfrage ausmachen wird.

 

Was können wir also tun?

Über 40% der globalen Plastik-Produkte sind Verpackungsmaterialien, also Einweg-Produkte, die nur einmal benutzt und dann weggeworfen werden. Dafür all der Aufwand ... kann das sinnvoll sein? Wenn du jetzt ein Störgefühl bekommen hast, fang im Kleinen und bei dir an, (Einweg-) Plastik zu vermeiden. 

 

  • Steig auf plastikfreie und -arme Alternativen um
  • Sei sparsam: verzichte auf Einweg-Produkte
  • Geh auch mal "unverpackt" einkaufen und füll deine Flaschen & Gefäße wieder auf
  • Kaufe auf Wochenmärkten oder Bauernhöfen unverpackt ein
  • Verwende so viel wie möglich weiter
  • Kaufe gebraucht statt neu

 

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